Dieses Projekt denkt die Namen gefeierter männlicher Architekten neu, indem es sie in plausible weibliche Entsprechungen überführt. Das Projekt spielt mit den Annahmen der Betrachter:innen darüber, wen sie zu kennen glauben – und wen sie als architektonische „Meister“ akzeptiert haben.
Die veränderten Namen erzeugen einen kurzen Moment der Irritation: Moment – war Gropius eine Frau? Habe ich das falsch erinnert? Diese Störung öffnet einen Raum, in dem Gewissheiten ins Wanken geraten und Vorstellungskraft entsteht. In diesem Zwischenraum können Betrachter:innen hinterfragen, wie Architekturgeschichte geformt wurde, wessen Beiträge sichtbar gemacht wurden – und wessen ausgelöscht blieben.